Ein Office über die Bundesländergrenzen hinweg

Von Wien bis Vorarlberg

7,5 Stunden Zugfahrt, 601 Autokilometer oder 118 Stunden Fußweg weit entfernt. Unsere Unternehmensstandorte sind bei uns zuhause und liegen damit weit auseinander. Und auch die Art und Weise der Zusammenarbeit geht dadurch in eine neue Richtung - aber nicht nur in Richtung Remote Work, sondern hin zu New Work.

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Die digitalisierte Welt hat uns weitreichende Möglichkeiten geschaffen - eine davon ist ein neuer und moderner Weg der Zusammenarbeit, durch den räumliche Distanzen irrelevant werden. Wie die Headline dieses Artikels bereits vermuten lässt, verteilt sich unser Team seit der Firmengründung geographisch über weite Strecken: Einige von uns leben in Wien, einer von uns lebt in Vorarlberg. Damit war das Konzept “Remote Work” - das wohl viele Unternehmen in den letzten eineinhalb Jahren eher unvorbereitet überrollt hat - für uns von Beginn an ein logisches Element unserer Zusammenarbeit.

Remote Work hat gerade in den letzten beiden Jahren massiv an Bedeutung gewonnen, es ist allerdings nur eines von mehreren Elementen, die dem Megatrend “New Work” zuzuordnen sind. Dieser Megatrend ist aus unserer Sicht eine wichtige Richtung für die Zukunft des Arbeitens, die wir verfolgen. Einigen Elementen dieses Trends wollen wir in diesem Artikel daher etwas Raum geben und unsere Gedanken dazu teilen.

Remote Work vs. Office Work

Als eines der wichtigen Elemente des Megatrends New Work bietet das Konzept Remote Work in der heutigen Zeit viele Vorteile: Man kann arbeiten wo man will, es ermöglicht konzentrierte Deep-Work-Phasen und lässt in gewissen Bereichen auch Familie und Beruf auf eine neue Art miteinander vereinen. Gleichzeitig kann damit aber auch das Unternehmensbüro einen neuen Charakter bekommen: Im Kontrast zum Home-Office wird es zu einem Ort des Sozialen, an dem man sich gezielt trifft für kreative Workshops, Co-Working oder um gemeinsam Neues zu schaffen.

Schwierig kann es allerdings für Unternehmen sein, hier die Balance für jede*n Einzelne*n zu finden, denn wir alle haben unterschiedliche Bedürfnisse: Die einen wollen bevorzugt zuhause arbeiten, andere suchen den sozialen Anschluss oder eine räumliche Trennung zwischen Beruflichem und Privatem.

Bei bitperfect sind wir derzeit noch ein kleines Team, die Zusammenarbeit lässt sich daher auch remote noch einfach organisieren. Damit der soziale Anschluss allerdings nicht verloren geht, haben wir wichtige Elemente in unsere Arbeit integriert, sowohl online als auch offline. Online treffen wir uns zu unserem “Daily Standup” für ein kurzes Update und zu unseren monatlichen “Retros”, um gemeinsam das letzte Monat zu reflektieren und Ziele abzuleiten. Mindestens genauso wichtig ist es uns aber, sich auch offline gezielt regelmäßig zu treffen, um den Zusammenhalt im Team zu stärken - für Workshops, Co-Working oder auch einfach nur zum Essen oder um Strategiespiele zu spielen. Wir planen in dieser Art in regelmäßigen Abständen gemeinsame Team-Tage, entweder in Wien, Vorarlberg oder irgendwo dazwischen. Diese On- und Offline-Elemente strukturieren für den Moment unsere Zusammenarbeit sehr gut, allerdings ist es uns auch wichtig, offen zu bleiben und bei Bedarf neue Pfeiler in der Zusammenarbeit zu etablieren.

Persönliche Entfaltung als Ziel

Wieso sollte die Suche nach dem Sinn im Arbeitsleben halt machen? Immer mehr Menschen streben nach einem Job, der sie erfüllt und in dem sie sich selbst entfalten können. Gerade weil wir einen so großen Teil unseres Lebens in der Arbeit verbringen, ist die Zufriedenheit mit dem was wir tun enorm wichtig. Also warum sollten wir nicht versuchen, persönliche Entfaltung im Arbeitskontext zu leben?

Aus unserer Sicht ist daher ein wichtiges Ziel, dass sich alle im Unternehmen entwickeln können, jederzeit die Möglichkeit haben ihre Fähigkeiten zu stärken und damit persönliche Potenziale gefördert werden. Denn besonders wenn große Distanzen das Team trennen, ist es wichtig, dass die Arbeit mehr als nur ein Job wird.

Arbeitszeit als flexibles Kontingent

Niemand gleicht dem anderen und wir alle haben unterschiedliche Lebensrealitäten und Prioritäten - die Arbeitszeit sollte daher auch ausreichend Flexibilität bieten, um unser Berufs- und Privatleben in Einklang zu bringen. Denn gerade die neuen Möglichkeiten durch die digitalisierte Arbeitswelt bieten eine Chance, Arbeit neu zu denken und Flexibilität zu leben. Dabei ist auch die 40-Stunden-Woche nicht in Stein gemeißelt, das Ideal der Zukunft liegt wohl eher bei 30.

Für uns bei bitperfect ist eine flexible Arbeitszeit die Grundlage unserer Zusammenarbeit. Gleichzeitig haben wir aber auch Fixpunkte über den Tag verteilt (z.B. “Daily Standups”), an denen sich alle orientieren können, um die Zusammenarbeit zu optimieren. Damit finden sowohl Struktur-Liebhaber*innen als auch Flexible ihren passenden Weg.

Wir wollen damit aber ganz und gar nicht sagen, dass wir alles richtig machen - wir sehen es vielmehr als wichtigen Prozess. Das Konzept New Work erscheint uns dabei als nützliche Leitlinie in Richtung einer Arbeitswelt, die der persönlichen Entwicklung der Menschen Raum gibt und Möglichkeiten bietet, eine agile Unternehmenskultur zu etablieren.